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Moderner Wohn- und Arbeitsraum in einer alten Mühle
17.01.2008
Besonders das Ausschneiden der „Rigips Bauplatten RB“ an den Übergängen zu den Deckenbalken war für die Experten der Heinrich & Sick GmbH eine besondere Herausforderung. Hier war äußerste Präzision gefragt.   

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Besonders das Ausschneiden der „Rigips Bauplatten RB“ an den Übergängen zu den Deckenbalken war für die Experten der Heinrich & Sick GmbH eine besondere Herausforderung. Hier war äußerste Präzision gefragt.
Der trockene Innenausbau schützt das Denkmal

Düsseldorf / Rosenheim – Die „Quest Kunstmühle“ im bayerischen Rosenheim, im Ursprung eine Weizenmühle mit Silogebäude, entstand 1855 bis 1916 in mehreren Bauabschnitten. 2002 entschloss sich die Firma Quest dazu das völlig zerfallene, denkmalgeschützte Bauwerk zu revitalisieren. Die Sanierungsarbeiten dauerten insgesamt über zwei Jahre an. Während des Umbaus waren zahlreiche Denkmalschutzauflagen einzuhalten und innovative Lösungen für den vorbeugenden Brandschutz gefragt. Den trockenen Innenausbau steuerte die Akustikbau Heinrich & Sick GmbH bei.

Die „Quest Kunstmühle“ beherbergt heute Wohn-, Gastronomie- und Büroräume auf rund 5.300 m2. Beim Wiederaufbau der Mühle galt es, neben hohen Denkmalschutzauflagen anspruchsvolle statische und brandschutztechnische Aufgaben zu lösen. Bauausführende mit besonderer Erfahrung in der Altbausanierung waren hier gefragt, um die geschützten Bereiche zu erhalten und die Visionen der Bauherren Wirklichkeit werden zu lassen. Im gesamten ehemaligen Mühlengebäude sowie im alten Silo wurden zahlreiche Wände und Decken als Trockenbaukonstruktionen ausgeführt. Eine gelungene Mischung aus alten Holzkonstruktionen und innovativem Trockenbau verleihen dem Baudenkmal heute sein besonderes Flair.

Brandschutz unter Erhaltung der alten Bausubstanz
Da das alte Mühlengebäude überwiegend als Holzkonstruktion erstellt worden war, mussten die Trockenbauer nicht zuletzt für einen wirksamen Brandschutz sorgen. Im Dachgeschoss etwa füllten sie die Zwischenräume der Holzbalken komplett mit Dämmwolle und beplankten anschließend mit 12,5 mm dicken „Rigips Feuerschutzplatten RF“. Die vorgeschriebene Feuerwiderstandsklasse F 30 konnte somit problemlos erreicht werden.

Für die Büroräume sowie im Dachgeschoss der Mühle erstellte die Heinrich & Sick GmbH Brandwände in Ständerbauweise mit einer Feuerwiderstandsdauer von F 90. Die Unterkonstruktion wurde mit UW- und CW-Profilen erstellt. Auf diese Unterkonstruktion wurden Stahlblechtafeln angenietet. Anschließend erfolgte eine Beplankung mit einer Lage „Rigips Die Dicke“ 20 mm und einer zweiten Lage mit der „Rigips Feuerschutzplatte RF“ in 12,5 mm. Dank dieses Systems von Rigips konnte die F 90-Konstruktion mit einer Aufbautiefe von nur 166 mm realisiert werden.

F 90-Holzbalkendecke
Für die Decken im Bereich der Fluchtwege war ebenfalls eine Feuerwiderstandsklasse von F 90 gefordert. Hierfür montierten die Experten der Heinrich & Sick GmbH 12,5 mm „Feuerschutzplatten RF“ auf die Holzbalken. Darauf wurde anschließend eine Unterkonstruktion aus CD-Profilen aufgebracht und eine 25 mm dicke „Rigips Feuerschutzplatte RF“ verschraubt.

Andere Teile der Fluchtwege in der alten Mühle wurden über abgehängte Decken mit einer doppelten Beplankung mit 20 mm „Rigips Die Dicke“ ausgeführt, um ebenfalls die Feuerwiderstandsklasse F 90 zu erreichen. Auch Stahlträger und -stützen mussten diesen Brandschutzanforderungen entsprechend, je nach baulicher Gegebenheit, mit 20, 25 oder 2 x 15 mm dicken „Ridurit Feuerschutzplatten“ von Rigips bekleidet werden.

Feinarbeit gefragt
Besonderes Geschick erforderte auch die Ausführung der Wandanschlüsse an die Deckenbalken. „Das Ausschneiden der Platten war wirklich Feinarbeit“, so Trockenbaumeister Alois Heinrich. „Alle Wand- und Deckenanschlüsse mussten vor Ort auf den Millimeter genau an die unebenen Holzbalken angepasst werden.“ Neben zahlreichen geradlinig verlaufenden Bürotrennwänden schufen die Trockenbauspezialisten auch einige optische Highlights mit gebogenen Wänden. Hierfür kamen „Rigips Bauplatten RB“, zweilagig montiert und jeweils mit einem Bewehrungsstreifen verspachtelt, zum Einsatz. Ein oval verlaufender Raum, der als Archiv dient, wurde beispielsweise als freistehendes Objekt geschaffen und bietet auf der durch Stahlprofile gestützten, begehbaren Decke sogar Platz für einen großen Besprechungstisch.

Zahlreiche frei stehende gerade und gebogene Wandscheiben akzentuieren Emporen und Treppenaufgänge in den offenen Räumen der Mühle. Zur Stabilisierung der gebogenen Wände wurden vierkantige Stahlprofile eingesetzt, eine angeschweißte Fußplatte gibt den Wänden zusätzliche Stabilität.

Im alten Silogebäude neben der Mühle, das heute ein Café beherbergt, wurden neben Wänden und Stahlstützen auch die alten Trichter der Silos brandschutztechnisch nachgerüstet. Hierfür wurden die unterseitigen Öffnungen der Silos mit Quadraten aus „Ridurit Feuerschutzplatten“ geschlossen. So wurden die alten Silos in die Gestaltung des Raumes mit einbezogen und verleihen ihm durch ihre charakteristische Form eine besondere Note.

Bautafel
Bauherr: Quest Areal Kunstmühle GmbH & Co. KG, Rosenheim, www.Quest-IMMOBILIEN.de
Trockenbau: Akustikbau Heinrich & Sick GmbH, Rosenheim und Frasdorf
Architekt: Quest Immobilien-Projektentwicklung GmbH, Rosenheim
Systemberater: Markus Meindl, Saint-Gobain Rigips GmbH

Quelle: Rigips

 
Weitere Informationen:

  Trockenbauforum.de


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Suchworte für diese Mitteilung:
Rigips, Brandschutz, Innenausbau, Dämmwolle, Feuerschutzplatte, Holzbalkendecke, Unterkonstruktion, Feuerwiderstandsklasse, Brandschutzanforderungen,
 


 
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Eintrag verfasst von: Uwe Dallmann (eingetragen am: 17.01.2008; zuletzt geändert am: 17.01.2008 20:58)
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