Startseite    Impressum    AGB     Übersetzung ins Englische   Übersetzung ins Französische
 Mitgliedsbereich
 
Login:
Passwort:
      
Bundesverband in den Gewerken Trocken- und Ausbau
   
 Meldungen
 TOP Meldungen
 Branchenticker
 Produktticker
 Werkzeuge
 Preisänderungen
 Referenzobjekte
 Sonstiges
  Mitteilungsarchiv
  Veranstaltungskalender
 
 Branchenindex
  Trockenbauer
  Stukkateure
  Zimmerer & Tischler
  Holzrahmenbauer
  Fachhändler
  Architekten & Planer
  Hersteller & Industrie
  Verbände & Vereine
  Baudienstleister
 
 Foren
 Forenübersicht
 
 Kompetenzforum
 Wissen & Technik
 Auftragsvergabe
 Auftragssuche
 Stellenmarkt
 Ausbildung
 Kaufen & Verkaufen
 
 
 Archiv Technikforum
 Archiv Auftragsforum
 Archiv Kaufen&Verkaufen
 
 
 Service
 Weblinks
 Newsletter
 
 Online Rechner
 Schalldämmung
   
 
Google         
Rigips Trophy ´07
26.02.2008
1. Platz in der Kategorie Trockenbau: Kreisklinik Altötting-Burghausen, Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH, Töging 
Foto: Rigips  

> Bildergalerie öffnen

1. Platz in der Kategorie Trockenbau: Kreisklinik Altötting-Burghausen, Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH, Töging Foto: Rigips
Die Gewinner in Berlin feierlich prämiert

Düsseldorf / Berlin – Ein Tag, auf den viele deutsche Trockenbau-Unternehmen hingefiebert hatten: Am 22. Februar wurden in feierlichem Rahmen die Gewinner der Rigips Trophy ´07, dem wohl renommiertesten Trockenbau-Wettbewerb Deutschlands, prämiert. Mehr als 150 Unternehmen hatten sich mit außergewöhnlichen, technisch anspruchsvollen Objekten beteiligt. Erstmals wurden in diesem Jahr nicht nur die drei Gewinner in der Kategorie Trockenbau und der Sieger in der Kategorie Innovation gekürt, sondern auch die Besten in insgesamt fünf weiteren Anwendungsbereichen des Trockenbaus ausgezeichnet.

Mit der bereits zum sechsten Mal ausgerichteten Trophy setzt Ausbau-Profi Rigips eine Tradition fort, die inzwischen weite Teile der deutschen Trockenbaubranche in Atem hält. Insbesondere die erstmals verliehenen Auszeichnungen in den neu geschaffenen Preiskategorien Raumakustik, Brandschutz, „Rigidur“-Gipsfaserplatten, Wohnbau und Einkaufszentren/Ladenbau sorgten für eine noch größere Attraktivität des Wettbewerbs und dadurch für eine Verdopplung der Teilnehmerzahl gegenüber der Trophy ´05.

Die Jurierung
Am 14. und 15. November des letzten Jahres tagte die hochkarätig besetzte Fachjury. Ihre schwierige Aufgabe war es, aus der Vielzahl der eingereichten Beiträge diejenigen auszuwählen, die aus technischer, handwerklicher und ästhetischer Sicht am deutlichsten überzeugen. Die sachkundigen Architekten, Bauingenieure und Fachjournalisten berieten und diskutierten zwei Tage lang, um die insgesamt neun Preisträger zu küren. Der Fachjury gehörten im Einzelnen an:

Burkhard Fröhlich
Dipl.-Ing., Chefredakteur der Fachzeitschriften „DBZ Deutsche Bauzeitschrift“, „BundesBauBlatt“, „Facility Management“ und „TAB“ im Bauverlag BV, Gütersloh

Andreas Gabriel
Chefredakteur der Fachzeitschrift „ausbau + fassade“ aus dem Verlag C. Maurer in Geislingen

Gerhard Geske
Dipl.-Ing., Leiter des Ausbildungszentrums der Bauindustrie in Hamm/Westfalen

Thomas Grüning
Chefredakteur der Fachzeitschrift „TrockenBau Akustik“ aus dem Verlag Rudolf Müller in Köln

Hartmut Miksch
Dipl.-Ing., Präsident der Architektenkammer NRW und Mitinhaber des Architekturbüros Miksch Rücker Architekten in Düsseldorf

Peter Schneider
Dipl.-Ing., öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Trockenbau sowie Inhaber des Sachverständigenbüros für Trockenbau Schneider in Regensburg, Dozent der Handwerkskammern München, Mittelfranken und Oberbayern

Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann (Sprecher der Jury)
Direktor der VHT – Versuchsanstalt für Holz- und Trockenbau in Darmstadt, Gesellschafter des Planungsbüros TSB Tichelmann/Simon/Barillas in Darmstadt und Bochum

Die Gala-Veranstaltung
Zur feierlichen Gala am 22. Februar geladen waren alle am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen. Wer sich über welchen Preis freuen konnte, wurde von den Veranstaltern bis zum Schluss geheim gehalten, für einen spannenden Abend mit vielen Überraschungen war also gesorgt. Die eindrucksvolle Kulisse für das festliche Ereignis lieferte dieses Mal das Deutsche Historische Museum in Berlin mit dem Schlütersaal im historischen Teil des so genannten Zeughauses.

Die Gewinner
Die „Patenschaft“ für jeweils eine der insgesamt sieben Kategorien übernahm je ein Fachjuror, der in einer kurzen Laudatio den Gewinner und sein Objekt ehrte und anschließend mit der Rigips-Geschäftsleitung die offizielle Trophäe der Rigips Trophy ´07 überreichte:

Kategorie Trockenbau, 1. Platz: Kreiskliniken Altötting-Burghausen, Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH, Töging
Kategorie-Patenschaft: Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann

Alle Jurymitglieder begeisterte das Bewerbungsobjekt der Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH. Ein Bauvorhaben, das vorbildlich die Potenziale des Trockenbaus widerspiegelt. Viel Glas, Licht und Transparenz, verbunden mit außergewöhnlichen Trockenbaukonstruktionen prägen das neue Strahlentherapiezentrum der Kreiskliniken Altötting. Der Innenbereich ist mit freistehenden, geschwungenen, gekippten und gewölbten Wänden skulptural gestaltet, die eine einzigartige Raumwirkung erzeugen. Durch die Kombination wechselnder Lichteinflüsse und die Gestaltungsvielfalt von Rigips-Bausystemen wird eine Raumatmosphäre erzeugt, die nichts mehr mit dem bekannten Inneren eines Krankenhauses zu tun hat.

Die in dieser Form nur mit Trockenbaukonstruktionen realisierbaren Geometrien verlangten von dem Fachunternehmen aus Töging eine detailgenaue Werkstattplanung und eine Verarbeitung auf höchstem handwerklichen Niveau. Für komplexe Formen und Wandgeometrien wurde als Arbeitsvorbereitung zunächst eine eigene Schablone gefertigt, anhand derer die exakte Maßgenauigkeit „im Originalmaßstab“ überprüft wurde. Nach der Grundverspachtelung erfolgten weitere Spachtelgänge für streiflichtfreie Oberflächen. Ein entsprechend hervorragendes Finish, exakte Radien und Fugen sowie perfekte Boden-Wand-Übergänge sind in allen Therapie-, Behandlungs- und Patientenräumen des Zentrums zu bewundern.

Insbesondere die realisierten fließenden Strukturen, zahlreiche Sonderlösungen und die eindrucksvolle Integration modernster Medizintechnik in die Trockenbaukonstruktionen überzeugten die Fachjury, die das Objekt einstimmig auf den ersten Platz in der Kategorie Trockenbau wählte. Ihr Votum: eigenständig, harmonisch, vorbildlich für das Leistungsspektrum des Trockenbaus.

Kategorie Trockenbau, 2. Platz: Atrium Weimar, Jaeger Ausbau GmbH + Co KG, Zwickau
Kategorie-Patenschaft: Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann

Der zweite Platz in der Kategorie Trockenbau wurde für das neu geschaffene Einkaufszentrum Atrium Weimar an die Jaeger Ausbau GmbH + Co KG vergeben. Eine dreigeschossige Halle wurde saniert und zu einem verspielten Einkaufszentrum mit Einzel- und Großhandelsflächen, Kino, Restaurant, „Italienischem Dorf“ und diversen Sportangeboten umgestaltet. In das Dach des zuletzt leerstehenden Betonbaus wurde unter anderem zur Belichtung ein ovales Oberlicht geschnitten. Der Innenausbau wurde mit einer Vielzahl von Rigips-Produkten realisiert – von Trennwänden und Vorsatzschalen über Decken und Schachtwänden bis zu Stuckprofilen und Formteilen. Der Gesamtwert der Trockenbauarbeiten beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. In Spitzenzeiten waren über 100 Monteure auf der Baustelle tätig.

Nicht nur hohe Brand- und Schallschutzanforderungen machten das Projekt aus Sicht der Jury zum „Kraftakt“. Auch die mitunter komplexen Befestigungen der Profile an den Stahlunterkonstruktionen sowie die zahlreichen Sonderlösungen für die Standsicherheit der Ausbaukonstruktionen und selbsttragende Trockenbaufassaden mit Höhen von bis zu zwölf Metern begeisterten die Jury. Ein grandioser Kulissenbau in hoher Ausführungsqualität und Lösungsvielfalt, so ihr Urteil. Das Atrium Weimar zeigt, wie durch handwerkliche Perfektion ein Bestandsgebäude in eine neue „Welt“ zur multifunktionalen Nutzung überführt werden kann. Allein die planerische Umsetzung eines „Italienischen Dorfes“ vor den Türen von Weimar wurde von der Jury kritisch bewertet.

Kategorie Trockenbau, 3. Platz: ARAL Autowaschstraße, Leipzig, TS.L Trockenbau GmbH, Leipzig
Kategorie-Patenschaft: Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann

Unerwartete Formen erzeugen einen besonderen Ort, wie man ihn an dieser Stelle nicht erwartet. Die ARAL-Tankstelle in Leipzig ist ein mustergültiges Beispiel dafür, was eine gute Zusammenarbeit zwischen Planer und Trockenbau-Unternehmer leistet. Mit dem Umbau des Besucherraumes der Waschstraße beteiligte sich das Unternehmen TS.L Trockenbau GmbH an der Rigips Trophy und überzeugte die Experten mit seiner handwerklich feinen Leistung. Eine eigenständige Formensprache wurde erfolgreich umgesetzt und handwerklich erstklassig ausgeführt – so das Urteil der Jury über den dritten Sieger der Kategorie Trockenbau.

Der Wunsch des Bauherrn war es, den Kundengang entlang der Waschanlage umzugestalten und so die Wartezeit für die Kunden zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen. Der Gang sollte beidseitig mit zeitgemäßen Materialien ausgebaut werden. Das Entwurfsprinzip des Architekten sah vor, durch die Aneinanderreihung ungleichmäßiger, dabei aber ebener Flächen eine „Faltung“ zu erzeugen. Am PC wurden hierzu die Geometrien, Linien und Grate entwickelt, modifiziert, weiterverfolgt und miteinander verbunden. Dabei ergaben sich komplexe Anschlusspunkte, an denen Flächen in unterschiedlichem Winkel aufeinandertreffen, die beim späteren Ausbau zu Knotenpunkten von Unterkonstruktionsprofilen wurden. Um den gestalterischen Eindruck ungestört wirken zu lassen, wurde bewusst auf die Verwendung von Eckschutzschienen verzichtet. Trotz der spitzen Winkel und der sich in den
Raum beugenden Gipskartonschale erreichen die Rigips-Systemwände eine hohe Stabilität.

Kategorie Innovation: Graftworld, Berlin, Mänz und Krauss Ausbau GmbH, Berlin
Kategorie-Patenschaft: Dipl.-Ing. Burkhard Fröhlich

Für das Auge des Betrachters ist diese skulpturale Installation, die sich als Siegerobjekt in der Kategorie Innovation präsentiert, schon auf den ersten Blick etwas Besonderes und Überraschendes. Das Architektenteam GRAFT aus Berlin beauftragte die Mänz und Krauss Ausbau GmbH mit der Entwicklung und dem Bau einer mobilen, modular hergestellten Installation, mit der eigene Entwürfe, Modelle und Videoanimationen der Architekten – möglichst unabhängig vom Auf- bzw. Ausstellungsort – präsentiert werden. Aus Skizzen entwickelte GRAFT gemeinsam mit dem Team von Mänz und Krauss zunächst eine dreidimensionale Simulation, die in plottfähige Schnitte transformiert wurde. Die Übertragung der Plotts erfolgte dann auf Spanplatten, die im 60-cm-Raster in einer segmentierten, in Spantenbauweise zu erstellenden Freiform aufgebaut wurde. Die anschließende Beplankung erfolgte mit Rigips-Platten. Um die gewünschte Transportfähigkeit der Installation zu gewährleisten, wurde die Konstruktion in einem nächsten Arbeitsschritt im 60-cm-Achsraster auseinandergeschnitten. Es folgte der Einbau diverser Videoinstallationen und letztlich das Oberflächenfinish, das die ungewöhnliche Formensprache der Gesamtkonstruktion mit einer Polyurethan-Beschichtung und einem deckenden Endanstrich harmonisch unterstützt.

Die aufwändige, teilweise völlig neuartige Umsetzung dieser loungeartigen Installation für die Präsentationen von Architekturprojekten und -prozessen, die ungewöhnliche Nutzung des Werkstoffes Gipskarton sowie das Gesamtkonzept der ortsungebundenen und doch organisch wirkenden Präsentationsfläche prädestinierte dieses Objekt in den Augen der Jury für den diesjährigen Innovationspreis.

Anwendungsbereich Raumakustik: Gemeindesaal der freien evangelischen Gemeinde, Bonn, Troka GmbH & Co. KG, Köln
Patenschaft Anwendungsbereich: Thomas Grüning

Der erstmals ausgelobte Preis für Raumakustik ging an das Unternehmen Troka in Köln. Im Auftrag der freien evangelischen Gemeinde Bonn wurde eine ehemalige städtische Wagenhalle zum Gemeindehaus umgebaut. Unter anderem Akustikdecken und frei schwebende Deckensegel sorgen nicht nur optisch für eine gleichermaßen angenehme wie konzentrierte Atmosphäre, sondern genügen auch den speziellen akustischen Anforderungen eines Kirchengebäudes. Besonderes Highlight: Der „Raum der Stille“, in dem eine „Rigiton“-Lochdecke mit zurückgesetzter vertikaler Abschottung und indirekter Beleuchtung eine außergewöhnliche Atmosphäre erzeugt.

Die sakrale Stimmung eines Kirchenbaus werde in perfekter Form gestaltet, das raumakustisch und ästhetisch wirkende Material Gips hierfür optimal genutzt, so die Meinung der Fachjury. Es entstand ein Raum, der zur Ruhe und Besinnung einlädt.

Anwendungsbereich Brandschutz: Zahnarztpraxis Dr. Niemeyer, Potsdam, Fassaden-Roland OHG, Werder
Patenschaft Anwendungsbereich: Dipl.-Ing. Peter Schneider

Nach einem Einbruch und anschließender Brandstiftung sollte eine Zahnarztpraxis in Potsdam schnellstmöglich saniert sowie mit zeitgemäßen Brandschutzkonstruktionen ausgestattet und optisch hochwertig gestaltet werden. Deckenflächen und Trennwände, die F 90-Anforderungen genügen, sowie Strahlenschutzwände im Röntgenraum verbinden sich zu einem geschlossenen „Ganzen“, das den besonderen Herausforderungen des Bauens im Bestand gerecht wird. Unter anderem für die F 90-Ertüchtigung der vorhandenen Gipskartonwände sowie für die Deckenkonstruktion entwickelte der Verarbeiter verschiedene Sonderlösungen, die mit vorgefertigten Elementen nicht zu realisieren waren.

Ein mustergültiges Beispiel dafür, so die Jury, wie fachgerecht ausgeführte Brandschutzkonstruktionen in Trockenbauweise raumbildend wirken können und häufig auch im Verborgenen unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. Unter anderem solche Kompetenzen im vorbeugenden baulichen Brandschutz müssten jeden Bauherrn davon überzeugen, grundsätzlich auf qualifizierte Trockenbau-Unternehmen zu setzen.

Anwendungsbereich „Rigidur“-Gipsfaserplatten: Jüdisches Zentrum Gemeindehaus, München, Trockenbau München GmbH, Puchheim
Patenschaft Anwendungsbereich: Dipl.-Ing. Gerhard Geske

Im denkmalgeschützten Angerviertel der Münchener Altstadt entstand das neue Jüdische Zentrum der bayerischen Metropole. Im Erdgeschoss des Gemeindehauses befindet sich ein für öffentliche Veranstaltungen nutzbarer Saal, Räume für das Jugend- und Kulturzentrum sowie ein Restaurant. Die insgesamt sechs Obergeschosse bieten u. a. einem Kindergarten und einer öffentlichen Ganztagsschule ausreichend Platz. Für die Trockenbauarbeiten im gesamten Gemeindezentrum verwendete die Trockenbau München unter anderem über 5.000 m2 „Rigidur H“-Gipsfaser-platten. Unterschiedlich hohe Baukörper sorgten für Raumhöhen von 2,70 m bis 4,71 m. Die Raumtrennwände wurden bis F 90 realisiert. Überall dort, wo schalldämmende Konstruktionen mit einer garantierten Leistung von bis zu RwR 57 dB verlangt wurden, konnten auch diese mit „Rigidur H“ zuverlässig erstellt werden. Sämtliche Vorsatzschalen, Wände und Decken wurden in Q3 malerfertig gespachtelt. Neben den logistischen Herausforderungen auf der Baustelle – der Materialtransport verlief über Außenaufzüge und Rampen – verlangte zusätzlich ein Wassereinbruch ins Gebäude während der Stellung der ersten Wandschale den vollen Einsatz des Trockenbauteams.

Das Gemeindezentrum greife, so die Fachjury, seine eindrucksvolle Außenwirkung im Inneren auf und schaffe durch geradlinige Geometrien die Voraussetzung für ein fruchtbares Gemeindeleben. Unter anderem die leistungs- und widerstandsfähigen Gipsfaserplatten ermöglichen das Spiel mit unterschiedlichen Raumhöhen, in Kombination mit abgehängten Decken entstehen strukturierte und gleichzeitig spannende Informations- und Verweilräume.

Anwendungsbereich Wohnbau:Wohnhaus Berschneider, Neumarkt, Dörrmann Ausbau GmbH, Berg
Patenschaft Anwendungsbereich: Dipl.-Ing. Hartmut Miksch

Den Preis für die beste Ausbauleistung im Anwendungsbereich Wohnbau verdiente sich die Dörrmann Ausbau GmbH mit ihrer Arbeit in einem Erweiterungsbau, der unmittelbar neben einem bestehenden Fachwerkhaus mehr Raum für die Eigentümer schaffen sollte. Schlaf- und Ankleidezimmer, ein Bad sowie eine großzügige Terrasse, die auf der Grundplatte eines Abbruchhauses Platz fanden, wurden hier integriert. Das gesamte Wohnbau-Grundgerüst wurde mit Gipskartonplatten verkleidet, Vorsatzschalen mit Wandnischen für Fenster und Badezimmermöbel wurden erstellt. Für helle Innenräume sorgen Aussparungen für Röhren-Lichtbänder in den Decken sowie zusätzliche Lichtkuppeln über dem Bad und dem Ankleidebereich. Umlaufende Schattenfugen in allen Räumen und um alle Türrahmen vermitteln der Konstruktion etwas Schwebendes. Um die Gefahr der Streiflichtbildung gerade in Räumen mit mehrheitlich indirekter Beleuchtung von vornherein auszuschließen, legte der Bauherr, selbst Architekt, Wert auf besonders hochwertige Oberflächen in Q3- und Q4-Qualität.

Die Jurystimmen waren eindeutig: „Die Eigenschaften des Materials ermöglichen erst die gewünschte architektonische Ausprägung.“ „Das Spiel mit Licht und Oberflächen erzeugt eine rundum gelungene Atmosphäre.“ „Die abstrakte Außenform des Neubaus neben dem bestehenden Fachwerkhaus wird im Innenausbau aufge-nommen und elegant umgesetzt. Was entsteht, ist eine sich gegenseitig aufladende, spannungsvolle Architektur aus alt und neu.“

Anwendungsbereich Einkaufszentren/Ladenbau: Lilien-Carré Wiesbaden, Jaeger Ausbau GmbH & Co KG Leipzig, Zwenkau
Patenschaft Anwendungsbereich: Andreas Gabriel

Aus vielen überzeugenden und sehr unterschiedlichen Objekten hatte die Jury im Wettbewerbsbereich Einkaufszentren/Ladenbau den Sieger zu bestimmen. Das Votum fiel auf das umgebaute Lilien-Carré in Wiesbaden. Den Blickfang bildet hier eine hochwertig bekleidete Innenfassade mit elliptisch gestaltetem inneren und äußeren Ring einer umlaufenden Einkaufs-Mall. Die gesamte Mall erhielt auf einer Länge von 400 Metern beidseitig eine abgetreppte, ellipsenförmige Gipskartonbekleidung. Sämtliche Platten wurden vor Ort zugeschnitten und auf die bauseitige, zehn Meter hohe Stahlkonstruktion montiert. An die in Q4-Qualität gespachtelten Oberflächen wurden anschließend Leuchtkästen aus Formteilen montiert. Darüber hinaus stellten Trenn- und Brandwände, abgehängte Gipskartondecken sowie die Montage einer Akustikdecke das Verarbeiterteam vor ein breites Aufgabenspektrum, dessen Herausforderungen – darüber war sich die Fachjury einig – mit Bravour gemeistert wurden.

Weitere Informationen zur Rigips Trophy

Die Trophäe
Die im Rahmen der Rigips Trophy ´07 insgesamt neun Sieger erhielten auch in diesem Jahr eine speziell für den Ausbauwettbewerb entworfene Skulptur des Künstlers Reimund Franke. Die Skulptur besteht aus einem in zwei Hälften geteilten sechseckigen Metall-Zylinder mit galvanisch veredelter Oberfläche in Gold, Silber oder Bronze (für die Sieger der Kategorien „Trockenbau“ und „Innovation“) bzw. in weißer Gipsoptik aus Kunststoff (für die Sieger der fünf Anwendungsbereiche). Die Innenteile sind positiv/negativ geätzt und zeigen Szenen aus sechs Jahrtausenden Baugeschichte von den Anfängen in frühgeschichtlicher Zeit bis hin zur modernen Bauarchitektur unserer Tage. Geschaffen wurde diese Trophäe zur Prämierung der Sieger anlässlich des ersten Rigips-Ausbauwettbewerbes für das Fachhandwerk im Jahr 1997.

Idee und Geschichte der Rigips Trophy
Vor zwölf Jahren initiierte Ausbau-Profi Rigips erstmalig einen Ausbauwettbewerb, der heute als Rigips Trophy bereits einen festen Platz in der Trockenbau-Branche hat. Einsendeschluss für alle Bewerbungen zur Ausscheidung in der 6. Rigips Trophy ´07 war der 31. Juli 2007. Für die erfolgreiche Teilnahme ist nicht die Menge der Quadratmeter, die trocken ausgebaut wurden, entscheidend, sondern vielmehr die Qualität und besondere Raffinesse in der Bauausführung. Entsprechend sind in der Rigips Trophy hohe technische Qualität, handwerkliches Geschick sowie Mut zur Entwicklung außergewöhnlicher Bauformen und interessanter technischer Lösungen gefragt. Selbstverständlich müssen dabei sämtliche Ausbauarbeiten vorschriftsmäßig, d. h. entsprechend der Rigips-Verarbeitungsrichtlinien sowie gemäß der relevanten Vorschriften, DIN-Normen und der jeweiligen Landesbauordnung und mit Material von Rigips durchgeführt worden sein.

National und international
Die Rigips Trophy, die das Ziel verfolgt, möglichst viele ansprechende und anspruchsvolle Beispiele gelungener Handwerkskunst in Trockenbauweise aufzuspüren, ist keine rein deutsche Erfindung. Neben den nationalen Ausbauwettbewerben der einzelnen Rigips-Schwestergesellschaften findet innerhalb der Saint-Gobain-Gruppe auch ein länderübergreifender, internationaler Leistungsvergleich statt. In insgesamt 15 Ländern werden inzwischen ähnliche Wettbewerbe durchgeführt, die jeweiligen Landessieger messen sich dann in einem internationalen Vergleich. Die deutschen Sieger in den Kategorien Trockenbau und Innovation werden sich hier mit den anderen nationalen Siegern messen und der Gewinner dieser internationalen Trophy wird im Juni 2008 in Brüssel bestimmt und prämiert.

Quelle: Rigips

 
Weitere Informationen:

  Trockenbauforum.de


   kommentieren       drucken      versenden

Suchworte für diese Mitteilung:
Rigips, Trophy, Rigiton, Deckensegel, Raumakustik, Gipskarton, Trockenbaukonstruktion, Raumakustik, Brandschutz
 


 
NEUESTER EINTRAG: 4. internationale trockenbau forum in Salzburg - SAVE THE DATE (28.03.2012)
voriger Eintrag: Zahl der Bauarbeiter schon wieder rückläufig (19.02.2008)
nächster Eintrag: Rockwool Technical Insulation (29.02.2008)

WEITERE ARTIKEL ZU DIESEM THEMA

  Deckensegel für hohe Ansprüche(10.09.2010)
  Trockenbausysteme für den Schiffbau(10.09.2010)
  Erweitert und aktualisiert(10.09.2010)
  THERMATEX Silence(24.07.2010)
  NEU: LAHYDRO AKUSTIK - AUSGEZEICHNETE AKUSTIK FÜR EXTREM NASSE BEREICHE(20.06.2010)
  Kompetenz im Brandschutz - Lafarge Gips bildet Brandschutzexperten aus(16.06.2010)
  Neuer Dämmisol-Standort eröffnet(02.06.2010)
Eintrag verfasst von: Uwe Dallmann (eingetragen am: 26.02.2008; zuletzt geändert am: 26.02.2008 17:16)
trockenbauforum.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.