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Ein Cabrio zum Schwimmen
23.05.2008
Rund 1.200 Rockfon Fibral-Deckenplatten in den Farben weiß, ocean, savanne und oasis wurden allein in den Akustikfeldern unter der beweglichen Hallendecke des Freizeitbades Senden verarbeitet. Die gesamte Unterkonstruktion ist speziell beschichtet und gegen Korrosion geschützt.
Foto: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG  

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Rund 1.200 Rockfon Fibral-Deckenplatten in den Farben weiß, ocean, savanne und oasis wurden allein in den Akustikfeldern unter der beweglichen Hallendecke des Freizeitbades Senden verarbeitet. Die gesamte Unterkonstruktion ist speziell beschichtet und gegen Korrosion geschützt. Foto: Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Akustikdeckenfelder im Allwetterbad Senden

Nachdem im Februar 2006 das alte Hallen- und Freibad im westfälischen Senden abgerissen worden war, sollte an gleicher Stelle das Erlebnisbad „Cabrio Senden – Das Bad“ entstehen – seitdem wurde dort an einem technisch spektakulären Neubau gearbeitet. Das neue Bad besteht aus einem Spaß- und Freizeitbereich sowie aus einer Sportschwimmhalle, wobei das Dach über dem Freizeitbereich bei gutem Wetter zur Seite geschoben werden kann. So wird in nur sieben Minuten aus einem Hallen- ein Freibad. Die CORA Montagegesellschaft für Bauelemente aus Oer-Erkenschwick lieferte Akustikdeckenfelder für diese multifunktionale Schwimmhalle und jede Menge Trockenbau für ihre zahlreichen Nebenräume.

Auch wenn der Nutzen der raffinierten Konstruktion erst im Sommer voll zur Geltung kommt wurde das Dach über dem Spaß- und Freizeitbecken des Hallenbades Senden bereits am Tag seiner Einweihung, dem 14. September 2007, viel bestaunt. Fast lautlos gleitet es innerhalb weniger Minuten rund 30 Meter weit in eine „Parkposition“ auf zwei Stahlträgern, die rechts und links vom Eingang des Bades aus dem Baukörper ragen.

Gesichert gegen Windsogkräfte
Während bei geöffnetem Dach die Besucher nicht nur Wasserstrudel und Badespaß, sondern auch noch frische Luft und warme Sonnenstrahlen genießen können, haben die am fahrbaren Dach montierten Akustikdeckenfelder dann richtig „zu tun“: Windsogkräfte stellen die Konstruktion auf die Probe. „Jede einzelne Fibral-Platte, die wir in die 22 x 4 Meter großen Deckenfelder eingelegt haben, wurde an allen vier Kanten mit Aufsteckklammern gesichert“, erklärt Michael Hampel, Geschäftsführer der CORA Montagegesellschaft für Bauelemente mbH mit Sitz in Oer-Erkenschwick, sein Konzept. Angenehmer Nebeneffekt: „Die Platten sind so auch davor geschützt, z. B. durch auftreffende Bälle verschoben zu werden.“

Farben wie Sand und Meer
Im Bereich des Freizeitbades sowie über dem Schwimmerbecken wurden Fibral-Akustikdeckenplatten von Rockfon (600 x 1.200 x 20 mm) in sechs bzw. sieben Deckenfeldern verlegt. „Die Platten wurden in vier verschiedenen Farben kombiniert. Vom Architekten, Michael Krieger, bekamen wir einen Verlegeplan, der genau vorgab, welche Platten und Farben wo einzusetzen sind“, berichtet Baustellenleiter Jürgen Pötter. Das Umfassungsprofil der Deckenfelder ebenso wie die gesamte Unterkonstruktion einschließlich der Noniusabhänger wurden mit korrosionsgeschützter Oberfläche geliefert und montiert. „Wenn man solche Materialien braucht, muss man früh mit der Planung eines Objektes beginnen“, unterstreicht Michael Hampel. „Mindestens sechs Wochen Lieferzeit muss man für korrosionsgeschützte Konstruktionselemente einplanen.“


Keine Sorgen hinsichtlich des Korrosionsschutzes bereiteten die eingesetzten Deckenplatten: Rockfon Fibral-Platten bestehen aus Steinwolle, die beidseitig mit einem Vlies kaschiert wurde. Sie sind absolut resistent gegen Luftfeuchtigkeit und salzhaltige Dämpfe. Die Sichtseite der Platten ist mit einer Farbe beschichtet, die die Bildung von Schimmel oder Bakterien verhindert und kaum Schmutz annimmt. Sie sind uneingeschränkt für den Einsatz auch in offenen Decken mit sichtbaren Abhängesystemen von 15 oder 24 mm geeignet. Auch bei einer Luftfeuchtigkeit von über 95 Prozent bleiben Fibral-Platten formstabil. Da sie über die Euroklasse A1 für Baustoffe verfügen, kommen sie gerade in öffentlichen Räumen häufig auch wegen ihres Nutzens für den vorbeugenden Brandschutz zum Einsatz.

Harmonisches Doppel: Dach- und Deckenkonstruktion
Mit Blick auf die Lieferzeiten plante Michael Hampel die Größe und Positionierung der Deckenfelder nicht nur früh, sondern auch auf den Zentimeter genau: Die Windrispen des Daches sollten nicht etwa die Fibral-Platten durchstoßen, sondern genau durch die Umfassungsprofile der Platten geführt werden. Ein Plan, der in beiden Schwimmhallen mit ihren rund 900 Quadratmetern Decken erfolgreich umgesetzt wurde.

Gleitende Baustelle
Zeitsparend wirkte sich der Umstand aus, dass das Freizeitbad – nicht wie die Sportschwimmhalle nebenan – für die Montage der Deckenfelder komplett eingerüstet werden musste: „Auf der gesamten Breite des Erlebnisbereiches gibt es eine Empore, unter der sich die WCs und Duschen befinden. Von der Empore aus konnten wir die Decke mit einem einfachen, rollbaren Montagegerüst von drei Metern Höhe bequem erreichen“, erläutert Jürgen Pötter. „Immer wenn wir sieben Reihen mit 19 Deckenfeldern unter dem fahrbaren Dach montiert hatten, konnten wir es einfach um einige Meter verschieben und wiederum bequem vom Gerüst aus die nächsten Felder fertig stellen.“ Bei geöffnetem Dach konnte jedoch nur an regenfreien Tagen mit nicht zu viel Sonne gearbeitet werden. Die nämlich hätte die Fliesenleger einige Meter weiter unten auf der Baustelle behindert. Ihre Kleber drohten bei direkter Sonneneinstrahlung zu schnell anzuziehen. „Der Blick auf die Wetterkarte und zur Kontrolle noch mal in den Himmel hat während der gesamten Laufzeit der Baustelle nicht nur einmal darüber entschieden, mit welcher Arbeit es wann weiterging“, erinnert sich Jürgen Pötter schmunzelnd.

Zentimetergenaue Ausführung
Zu tun gab es auch an nassen oder zu sonnigen Tagen genug. Rund 1.300 Quadratmeter Decken wurden über Umkleiden, im Foyer, den Räumen der Schwimmmeister und den Büros montiert. Auch hier lag Michael Hampel viel an zentimetergenauer „Passform“: „Die Raster der Akustikdecken, die sich aus den Grundrissen im Bereich der Umkleiden ergaben, konnten wir leider nicht einfach ins Foyer weiterführen. Versätze um wenige Zentimeter sind unschön. Also haben wir zwischen die Deckenfelder über den einzelnen Räumen Abkofferungen aus feuchtraumgeeigneten Zementfaserplatten bzw. Lochplatten an deren Unterseite gesetzt. Das hat die Versätze zwischen den Linien der Einfassprofile gut ‚kaschiert’.“

Hochwertige Baustoffe
Insgesamt 60 Manntage benötigte das Team der CORA zur Fertigstellung der Akustikdecken in den Schwimmhallen des Sendener „Cabrio“-Bades, weitere 300 Manntage kamen für die Decken und Trockenbaukonstruktionen in den zahlreichen Funktionsräumen, Umkleiden und Büros hinzu. Dabei wurden fast überall hochwertige, an die besonderen Anforderungen bei hoher Luftfeuchtigkeit angepasste Baustoffe eingesetzt. Die Anschlüsse der Deckenkonstruktion an die große Fensterfront in Richtung Freigelände etwa wurden ebenso mit zementfasergebundenen Platten abgekoffert wie alle Versorgungsleitungen in den Schwimmhallen und dem Gastronomiebereich neben dem Freizeitbad. Während in den beiden Schwimmhallen alle Decken als offene Decken ausgeführt wurden, kamen in den Hygienebereichen vorschriftsgemäß geschlossene Decken mit einer umlaufenden, reinigungsfreundlichen 3-cm-Fuge zum Einsatz.

Korrosionsschutz wurde bei der Planung und dem Bau des Sendener Erlebnisbades überall groß geschrieben. „Selbst in den Büros hat der Bauherr ausschließlich den Einbau korrosionsgeschützter Stahlkonstruktionen und Befestigungen zugelassen“, berichtet Michael Hampel über das außergewöhnliche Bauprojekt, das von allen Beteiligten eine ebenso anspruchsvolle Planung erforderte.


„Bautafel“Bauherr: Gemeinde Senden
Architekt: Dr. Krieger Architekten + Ingenieure GmbH & Co., Velbert
Bauunternehmen: MBN Bau Aktiengesellschaft, Georgsmarienhütte
Trockenbau: CORA Montagegesellschaft für Bauelemente, Oer-Erkenschwick
Unterkonstruktion: Bedo u. Jessen GmbH, Dortmund
Akustikplatten: Rockfon Fibral, Gladbeck
Beratung: Dipl.-Ing. Sonja Kubitz, Sven Schmitz, Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG, Gladbeck

Quelle: DEUTSCHE ROCKWOOL
MINERALWOLL GMBH & CO. OHG

 
Weitere Informationen:

  Trockenbauforum.de


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Suchworte für diese Mitteilung:
ROCKWOOL, Rockfon, CEILING, CORA, Trockenbau, Fibral, Korrosionsschutz, Stahlkonstruktion
 


 
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Eintrag verfasst von: Uwe Dallmann (eingetragen am: 23.05.2008; zuletzt geändert am: 23.05.2008 19:40)
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