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Industriebau wird Kulturstätte
21.04.2010
Unter anderem die hohe Installationsdichte erschwerte das Einmessen und die Montage der einzelnen Deckenfelder, Auskragungen, Absätze und Versprünge.
Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH  (n101539_1_thumb.jpg)
Akustikdeckensegel, die wie hier im Pausenraum mit „Rigiton 12/25Q“ mit quadratischer Lochung erstellt und unter der Sichtbetondecke abgehängt wurden, sorgen für eine ausgewogene Raumakustik.
Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH  (n101539_2_thumb.jpg)
Insbesondere die Anpassung der Anschlüsse an die vorhandenen Kappengewölbedecken verlangte viel Fingerspitzengefühl.
Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH (n101539_3_thumb.jpg)
Umgebaute „Tafelhalle“ bereichert Nürnbergs kulturelles Angebot
Düsseldorf / Nürnberg – Das Schlagwort „Industriekultur“ verbindet man meist mit dem Ruhrgebiet. Ehemalige Zechengebäude oder Industriebauten aus der Kohle- und Stahlverarbeitung werden saniert, ohne dass dabei ihr ursprünglicher Charakter verloren geht, und anschließend als Kultur- oder Erholungsstätten (um)genutzt. Ein kulturpolitisches Konzept, das auch in anderen Regionen aufgeht, wie ein Blick nach Nürnberg zeigt. Vor allem flexible und hochwertige Trockenbaulösungen können hier ihre Stärken voll ausspielen.

Die ehemalige Schraubenfabrik ist das Relikt eines gewaltig bemessenen Industriegeländes, das einst die Bedeutung Nürnbergs als Standort für die Schwermetallverarbeitung unterstrich. Nach ihrer industriellen Nutzung beherbergte die Fabrik 1985 die Ausstellung „150 Jahre Eisenbahn“, bevor der Ort 1987 unter kommunaler Leitung erstmals als Veranstaltungsort für „Musik – Tanz – Theater“ umgebaut und genutzt wurde. Der kompakt-quadratische Bau mit seinen Außenmaßen von 25 mal 25 Metern, an den sich das ebenfalls in städtischer Regie betriebene „Museum Industriekultur“ anschließt, beherbergt seither unter dem Namen „Tafelhalle“ einen bis zu 500 Besucher fassenden Theatersaal, eine Probebühne und ein Theatercafé sowie Garderoben, Werkstätten und Produktionsbüros.

Bereit für den Besucheransturm
Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 3,35 Millionen Euro wurde die Tafelhalle 2006 erneut umgebaut und erweitert und erhielt ihr heutiges Profil. Konkreter Anlass: die Suche nach Interimsspielorten für das Nürnberger Schauspielhaus, das ab Sommer 2007 umfassend modernisiert werden sollte. Zu diesem Zweck musste neben dem eigentlichen Aufführungssaal vor allem der Eingangsbereich mit seinen verschiedenen Räumen auf den größer werdenden Besucherandrang vorbereitet werden. Mit den hierzu erforderlichen Ausbauarbeiten beauftragte der Bauherr ortsansässige Spezialisten. Franz Nettl, Geschäftsführer der Gulhan Trockenbau GmbH, erinnert sich an die Aufgabenstellung: „Das Foyer im Eingangsbereich des dreigeschossigen Hauses sollte auch nach der Baumaßnahme das Theatercafé sowie den Servicebereich mit der Abendkasse aufnehmen und zudem als Ort für Lesungen, Vorträge oder kleinere Konzerte nutzbar sein. Bei Veranstaltungen müssen hier bis zu 120 Personen Platz finden. Im Untergeschoss sollten ein Lager sowie verschiedene Nebenräume und die sanitären Anlagen neu gestaltet werden. Bei der Modernisierung der Räume musste zum einen den gestiegenen Besucherzahlen und Nutzungsanforderungen Rechnung getragen, zum anderen das architektonische Gesamtkonzept einer modernen, kulturellen Begegnungsstätte in optimaler Form umgesetzt werden.“

Trockenbau von „A bis Z“
Und dabei galt es für die Trockenbauprofis um Franz Nettl die eine oder andere Hürde zu nehmen. So stellten die Betreiber höchste Ansprüche an die Ebenheit und Fluchtgenauigkeit der eingebauten Wände und Decken. Die geforderte und erreichte Q3- bzw. Q4-Qualität war nicht zuletzt dem außergewöhnlichen Lichtkonzept der Architekten geschuldet: „Die wechselnd indirekte und direkte Beleuchtung hätte jede noch so kleine Unebenheit und unzureichende Verspachtelung sofort offenbart“, so Franz Nettl. „Gerade im Foyerbereich muss die Beleuchtung den unterschiedlichen Anforderungen an einen modernen Veranstaltungsraum gerecht werden“, bestätigt dazu auch Architekt Dirk Leven. „Von stimmungsvoller Abendbeleuchtung über die Gästebewirtung im Theaterbetrieb bis hin zu Tageslichtsituationen bei Seminaren und Tagungen – das Gesamtkonzept muss stimmig bleiben.“

Gefragt war für den Ausbau der Nürnberger Tafelhalle in allen Räumen viel Erfahrung und Kompetenz: Vorsatzschalen, ebenso wie Metallständer- und Doppelständerwände in F 30 und F 90 mussten erstellt, Schachtwände mit Revisionsklappen und Kabeldurchführungen brandschutzsicher realisiert werden. „Rigiton“-Lochplattendecken und F 30-Decken wurden abgehängt, für die Montage einiger schwerer Formteile wurden eigens besonders belastbare Sonderabhängungen entwickelt. Zur Umsetzung sämtlicher Ausbaumaßnahmen setzte das Team um Franz Nettl auf Rigips-Systeme, mit denen der Trockenbauprofi bereits seit Jahren gute Erfahrungen gemacht hat.

„Vor allem für die Decke im Foyer hatten wir mit einigen sehr schweren Sonderfertigteilen zu ,kämpfen’. Hier mussten bis zu vier Mitarbeiter gleichzeitig anpacken, um diese überhaupt erst richtig platzieren zu können. Wir haben hier mit vier bis acht Noniusabhängern pro Laufmeter gearbeitet, um eine korrekte Lastverteilung zu gewährleisten, wobei die Abhängtiefe zwischen 40 und 88 Zentimetern schwankte. Bei der Randausbildung und dem Anpassen der vorgefertigten Teile war dann wieder detaillierte Handarbeit gefordert“, so Franz Nettl.

Zusätzlich erschwerte die hohe Installationsdichte der Lüftungsanlagen das exakte Einmessen der einzelnen Deckenfelder, Auskragungen, Absätze und Versprünge sowie die Montage der entsprechenden Sonderabhängungen und Metallunterkonstruktionen für die schweren Formteile.

Gleitender Anschluss an Gewölbedecke
Besonderes Augenmerk und ebenfalls viel Feinarbeit verlangte das Anschließen und Anpassen der Rigips-Trockenbauwände und Vorsatzschalen an die Altbestands¬decken. Ein durchgehender gleitender Deckenanschluss musste dabei parallel und quer zum Gewölbeverlauf der vorhandenen Kappengewölbedecke angepasst werden. „Die Wände aus ,Rigips Bauplatten RB’ und ,Die Dicke’ mussten über schräg angeschnittene Gipsriegel an der Unterkante der Kappengewölbedecken befestigt, die Gipsplatten entsprechend genau angearbeitet werden. Von Hand zugeschnitten folgen die Deckenanschlüsse der Wellenbewegung des Gewölbes.“

Alles in allem sei der Umbau der Tafelhalle für sein Mitarbeiterteam ein – von den reinen Projektausmaßen her – mittelgroßes Projekt gewesen, so Franz Nettl abschließend. Betrachte man jedoch die einzelnen durchgeführten Baumaßnahmen, werde auch hier deutlich, wo die klaren Stärken und die Möglichkeiten des modernen Trockenbaus liegen.

Bautafel
Bauherr: Stadt Nürnberg
Projektleitung: Hochbauamt Stadt Nürnberg
Planung und Durchführung: Architekturbüro Leeven + Leeven, Nürnberg
Trockenbau: Gulhan Trockenbau GmbH, Nürnberg
Fachberater Trockenbausysteme: Meinhard Landmann, Saint-Gobain Rigips GmbH´

Quelle: Saint-Gobain Rigips GmbH


 
Weitere Informationen:

  Trockenbauforum.de


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Suchworte für diese Mitteilung:
Ausbau Profi Saint-Gobain Rigips Gleitender Anschluss Gewölbedecke Metallständer Doppelständerwände Rigiton Lochplattendecken
 


 
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Eintrag verfasst von: Uwe Dallmann (eingetragen am: 21.04.2010; zuletzt geändert am: 21.04.2010 19:36)
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